4.
Generationen
Die
Einordnung der Nachtsichtgeräte in 'Generationen' (Gen) verdeutlicht
grundsätzlich den jeweiligen Entwicklungssprung
der verwendeten Bildverstärkerröhren. Allerdings gibt es
wiederum keine einheitliche Normierung oder Schutz des Begriffs 'Generation'.
So ist beispielsweise die '3.Generation' ein Begriff, der hauptsächlich
von US-Herstellern benutzt wird (und schon fast als Markenzeichen zu sehen
ist), um Röhren mit einer besonders empfindlichen Galium-Arsenid-Beschichtung
(GaAs) der Photokathode zu kennzeichnen. Während aus naheliegenden Gründen
russische Hersteller mit Blick auf den großen, zivilen US-Markt mittlerweile
dazu übergehen Röhren mit GaAs-Beschichtungen auch als 3.Generation
zu bezeichnen, hat man in Europa Röhren mit anderen Beschichtungen, bzw.
eigenen Modellbezeichnungen auf den Markt gebracht. Auf der Grundlage der
2+Generation wurden in der EU MCP-Röhren entwickelt, die sich mit der
US-Konkurrenz ein qualitatives 'Kopf-an-Kopf-Rennen' liefern (jedoch sind
die US-Röhren durch größere Massenproduktion bei gleichen
Leistungen meist günstiger). Die Komplexität des Begriffs 'Generation'
verursacht durch unterschiedliche Qualitäts-Auffassungen (bzw.
Herkunft der Röhre) wird auch noch durch erhebliche
Leistungsunterschiede innerhalb einer Generation vermehrt. Beispielsweise
scheinen Qualitätstoleranzen bei östlichen Röhren derselben
Generation größer zu sein als bei westlichen Produkten. Dazu kommen
auch noch leicht unterschiedliche Messmethoden für beispielsweise die
Auflösung einer Röhre (bei US-Herstellern etwas großzügiger,
als in Europa). Da auch die 3.Generation in Amerika seit Ende der achziger
Jahre fortwährend weiterentwickelt wurde, wird dort eine qualitative
Einteilung von Gen 3 Röhren über die Regierungsaufträge für
die Streitkräfte in sog. 'Omnibus'-Verträgen
kategorisiert (aktuell OMNI V & VI). Ob es der US-Industrie gelingt Verbesserungen
(die auch in der EU-Produktion auftauchen) wie z.B. sog. 'Autogated
Filmless Tubes' als eine eigene (vierte) Generation zu vermarkten hängt
nicht zuletzt von den Mitteln des Pentagon ab, da es seit Jahren US-Politik
ist jede neue Generation für die eigenen Streitkräfte exklusiv anzuschaffen.
Trotz dieser Definitionsprobleme und Vergleichsschwierigkeiten in Sachen 'Generationen
von Nachtsichtgeräten' kann man im wesentlichen fünf Generationen
technisch begründen. Der Entwicklungssprung von der 0. zur 1. Generation
besteht weniger in der Bauart als in der Verwendung einer wesentlich lichtempfinlicheren
Multialkali-Beschichtung der Photokathode. Ein sehr großer Anschub in
der Nachtsichttechnik bedeutete ab Gen 2
die Einführung der Mikrokanalplatte
(MCP), welche neben deutlich besserer Aufhellung auch radikal die Bauart
verkleinerte (in vielen Exportvorschriften westlicher Länder wird daher
auch als Kriterium für ein ausfuhrgenemigungspflichtiges Nachtsichtgerät
das Vorhandensein einer MCP genannt). Ähnlich zum Schritt von Gen 0 zur
Gen 1 verhält es sich mit Gen 2 zu Gen 3: Keine neue Bauart, aber eine
nochmals wesentlich lichtempfindlichere Beschichtung (und eine bessere Steuerelektronik)
begründet den Begriff der 3.Generation. Weil unter Umständen also
eine Gen 2+ Röhre eine bessere Leistung bietet als eine frühe Gen
3 kann man die Qualität des Bildverstärkers genauer in den ermittelten
Werten für Auflösung, Lichtempfindlichkeit
und Signalrauschen abschätzen (die Hersteller liefern mit der Röhre
Datenblätter, sog. Data Sheets
aus). Nicht zuletzt ist jede Röhre in ihren Eigenschaften fast ein 'Unikat'
und solllte bei einer solch hohen Investition immer noch unter realen Bedingungen
getestet werden.
Die
untenstehenden Diagramme zeigen die durchschnittliche infrarote Strahlung
in der Nacht. Es ist deutlich zu sehen, daß sich weit jenseits der 800
nm Wellenlänge ein großer Anteil der IR-Strahlungsenergie befindet
und Nachtsichtgeräten der 1.Generation im Gegensatz zu den Geräten
der 3.Generation nicht zur Verfügung steht (natürlich hat sich auch
die Verstärkungsleistung der 3.Generation erheblich gegenüber der
1.Generation gesteigert). Bemerkenswerterweise hat gerade die älteste
Generation, den breitesten Arbeitsbereich - kann ihn aber u.a. aufgrund der
zu geringen Empfindlichkeit der Photokathode so gut wie gar nicht nutzen.
0.Generation
Geräte
dieser Generation sind von der Restlichtaufhellung so leistungsschwach, daß
i.d.R. zur Beobachtung ein starker, zusätzlicher
IR-Strahler benutzt werden muß. Daher werden sie auch als 'aktive
Nachtsichtgeräte' bezeichnet. Es findet im Gegensatz zu den anderen
Generationen mehr eine Umwandlung von (IR-) Licht als eine Verstärkung
statt (man spricht daher hierbei eher von Bildwandlerröhren). Durch die
Verwendung eines IR-Strahlers hat der Benutzer zwei entscheidende Nachteile:
Zum einen ist die Beobachtungsdauer von der meist schweren und klobigen Stromquelle
abhängig und zum anderen ist der Benutzer von anderen NVD-Nutzern durch
den Scheinwerfer weithin sichtbar. Der Vorteil von Bildwandlerröhren
der 0.Generation ist eine breite Empfindlichkeit im tiefen Infrarotbereich
(nahezu unsichtbare Strahler können eingesetzt werden). Das
Konstruktionsprinzip der Bildröhren reicht
bis in die 30er Jahre zurück.
Aufbau Bildwandlerröhre:
-
S-1
Photokathode, Beschichtung aus mit Silber versetztem Cäsiumoxid
-
Anodenkegel, sorgt über angelegte Hochspannung (Beschleunigung)
für Fokussierung und Umdrehen des Bildes (steht innerhalb der Röhre
"auf dem Kopf")
-
P-1
Phosphorschirm, Beschichtung aus mit Zink und Cadmium versetztem
Phosphor
Ein
automatischer Schutz der lichtempfindlichen Röhre besteht nicht (Gefahr
der Beschädigung bei hellem Licht, z.B. Autoscheinwerfer). Aufgrund der
chemischen Eigenschaften ist die Lebensdauer (Standzeit) der Röhre begrenzt
und es ist ein deutliches Nachleuchten von hellen
Objekten sichtbar.
Wenn
es dem Anwender nicht auf die Handlichkeit des Systems und die eigene IR-Erkennbarkeit
ankommt, sind diese Geräte bsp. für Tierbeobachtungen gut geeignet,
obwohl sie technisch als veraltet gelten. Der Arbeitsbereich dieser Generation
liegt zwischen 750 und 950 nm Wellenlänge.
1.
Generation (1+Generation)
Mit
der Einführung der sog. Multialkali-Photokathode (ab Mitte 50er Jahre)
wurde eine größere Lichtempfindlichkeit der Röhre erreicht,
so daß die IR-Zusatzbeleuchtung
meistens entfallen konnte. Diese Bildverstärkerröhre arbeitet im
unteren IR-Spektrum / oberen sichtbaren Bereich.
Der Aufbau einer 1.Gen-Röhre entspricht prinzipiell dem der o.Generation:
-
S-20
Photokathode, Beschichtung aus Kalium, Natrium, Cäsium, Silber
-
Anodenkegel,
sorgt über angelegte Hochspannung (Beschleunigung) für Fokussierung
und Umdrehen des Bildes um 180°
-
P-20
Phosphorschirm, mit stärkerer Leuchtkraft als bei 0.Gen
Obwohl
die Verstärkung insgesamt besser als bei der 0.Gen ist, bleibt sie doch
deutlich hinter den Leistungen der aktuellen 2. oder 3. Generation zurück,
da das Prinzip der Bildverstärkung über Beschleunigung hier an seine
Grenzen stößt. Eine befriedigende Restlichtaufhellung wäre
auf jene Weise nur über einen größeren Beschleunigungsweg
zu erreichen gewesen. Dieser hätte jedoch auch die systembedingten, deutlichen
Verzerrungen der Abbildung nochmals vergrößert und zudem das Gerät
in seinen Dimensionen ebenso weniger praktikabel gemacht. Teilweise wurden
zur Verbesserung der Aufhellung drei Röhren hintereinander geschaltet
(2-3 stufige Röhren). Dadurch
wird zwar das Abbild heller, aber auch weniger detailliert und kontrastreich.
Außerdem gehen von Stufe zu Stufe immer mehr (Licht-) Informationen
verloren und die Fehler multiplizieren sich.
Die Standzeiten (ca. 1000 - 2000 h) der Bildverstärkerröhre wurden
bei der 1.Generation gegenüber der 0.Gen noch erhöht. Verbesserungen
gab es auch bezüglich der kürzeren Nachleuchtzeit des Phosphorschirms.
Allerdings fehlte ein automatischer Schutz gegen hellen Lichteinfall bei Röhren
dieser Generation (dies erwies sich besonders bei militärischer Anwendung
wegen Gefechts-Lichtblitzen als einschränkend). Die
Bezeichnung 1+Generation bezieht sich bei gleicher
Technologie lediglich auf die Verwendung von Glasfaserbündeln (statt
Glasfenster) am Ein-/Ausgangsfenster der Röhre. Die
1. / 1+Generation gilt als technisch veraltet.
Der Arbeitsbereich liegt zwischen 750 und 800 nm Wellenlänge.
2.Generation
Der
Schritt zur modernen Bildverstärkerröhre vollzug sich ab Mitte der
60er Jahre durch die Einführung der Mikrokanalplatte
(engl. microchannelplate, MCP). Damit wurde das
Arbeitsprinzip der Röhre von der Beschleunigung der Elektronen auf Vervielfältigung
umgestellt. In Geräten der 2.Generation und aufwärts befindet sich
i.d.R. statt dem Anodenkegel ein sehr dünnes Glasplättchen, welches
durch eine elektrochemische Beschichtung Elektronen
vervielfältigt. Diese MCP ist durchzogen von über 2 Mio. paralellen,
aber zur Bildröhrenachse leicht geneigten, Mikroröhren.
Innerhalb dieser winzigen Kanäle trifft das primäre Elektron durch
die Neigung der Mikroröhren auf die Beschichtung der Wandung und löst
kaskadenartig weitere Sekundärelektronen heraus. Am Ende steht eine Vervielfältigung
der auf der Rückseite emittierten Elektronen um den Faktor 100-1000.
Die Anzahl der Mikroröhren auf der Glasplatte bestimmt die Auflösung
des Bildverstärkers. Fokussierung und das eventuell benötigte Wenden
um 180° des Bildes wird von einem Bündel aus Glasfasern übernommen
(seltener durch zusätzlichen Anodenkegel - russ. Bauart).
Aufbau Bildverstärkerröhre:
-
S-20
Photokathode, unwesentlich verbessert gegenüber 1.Gen
-
Mikrokanalplatte
MCP, Elektronenvervielfältigung, ab 2 Mio. Kanäle, Fiber-Twist
(Glasfaserbündel 180° gedreht)
-
P-10-52
Phosphorschirm, Variante des P-20 Phosphorschirms
Durch
das neuartige Funktionsprinzip der MCP wird im Vergleich zu der Vorgänger-Generation
eine wesentlich größere Lichtverstärkung erreicht (i.d.R.
kein IR-Strahler ntwendig). Dazu kommt
eine systemimmanente Schutzfunktion gegen Überblendung von außen:
Die MCP hat eine natürliche Obergrenze an emittierbaren Elektronen, so
daß ein starker Lichteinfall nicht unmittelbar zum Durchbrennen der
Bildverstärkerröhre führt. Typischerweise ab Gen 2 regelt auch
die Steuerelektronik den Strom je nach Lichtsituation - Anpassung an starken
Lichteinfall (ABC-Funktion). Desweitern
sind die Abmessungen und das Gewicht dieser Röhren durch die Verwendung
der MCP sehr viel kleiner geworden (Nachtsichtbrillen). Die Lebensdauer erhöhte
sich auf ca. 2500 - 5000 h. Neben der Problematik des Nachleuchtens wurden
auch die Verzerrungen des Bildes damit beseitigt (bei anodenloser Ausführung).
Die 2. Generation arbeitet hauptsächlich im Bereich zwischen 780 und
850 nm Wellenlänge.
2+Generation
und Super-Gen
Diese
verbesserten Varianten der 2.Gen-Röhre (ab Mitte 70er Jahre) weisen Veränderungen
der MCP, der Photokathode und des Phosphorschirms auf: Die Auflösung
verfeinerte sich durch min. 4 Mio. Mikroröhren, während eine optimierte
Schrägstellung der Mikroröhren es auch möglich machte gegen
eine direkte Lichtquelle teilweise noch den Hintergrund abzubilden (BSP,
bright source protection - Überblendungschutz). Das Hintergrundrauschen
wurde ebenfalls reduziert. Die neue S-25 Photokathode
reagierte besser auf infrarotes Licht, ein verändertes
Phosphorgemisch des Schirms brachte kürzere chemische Reaktionszeiten
('Nachleuchtspuren') und hellere, kontrastreischere Abbildungen.
Bei Bildwandlern 2Super-Generation wurde die Empfindlichkeit mit der neuen
S-20R (redshift) Photokathode weiter in das IR-Spektrum verschoben.
Verbesserte MCP und der P-22 Phosphorschirm sorgten
insgesamt für eine erhebliche Verbesserung, so daß (nicht zuletzt
auch aufgrund der günstigeren Produktionskosten) die Super-Gen-Röhre
fast die ersten Gen 3 Röhren verdrängt hat.
Vom Konstruktionsprinzip gesehen entsprechen die neuesten europäischen
Röhren, mit bis zu 12 Mio. Mikroröhren dieser Generation. Ihre Leistung
ist aber derart hoch, daß sie eher mit den derzeit besten US-Röhren
der 3.Generation (bzw. der '4.Generation') vergleichbar sind ('Europäischer
Weg').
3.Generation
Der
Fortschritt dieser Entwicklungsstufe basiert, neben weiteren Verbesserungen
der Steuerelektronik, MCP und des P-20 Phosphorschirms, auf einer neuen Photokathoden-Beschichtung.
Ein Gemisch aus den Elementen Gallium und Arsen
(GaAs) zeigte eine weitaus höhre Lichtempfindlichkeit
als alle zuvor bekannten Beschichtungen. Typisches Kennzeichen der GaAs-Beschichtung
sind sog. HALOs: Große, gleichmäßig
leuchtende Ringe um Lichtquellen im Bild. Ende der 80er Jahre wurden die ersten
Nachtsichtgeräte mit der Gallium-Arsenid-Photokathode
produziert (und fanden gleich ihren ersten Einsatz im Golfkrieg 1991).
Aufbau Bildverstärkerröhre:
-
Gallium-Arsenid
Photokathode
-
Mikrokanalplatte
MCP, 6-12 Mio. Mikrokanäle
-
P-43 Phosphorschirm, (ältere Röhren mit
P-20)
Gegenüber
der Golfkriegs-Generation von 1991 wurden die neusten G3-Bildröhren in
Ihrer Leistungsfähigkeit nochmals mehr als verdoppelt (Lichtempfindlichkeit
gegenüber 0.Gen - dreistelliger Faktor!). Zur Erhöhung der Röhren-Standzeit
(ca. 10.000 h) wird eine Aluminiumoxid-Beschichtung (Ionenbarriere)
verwendet, die zwar die empfindliche Beschichtung schützt, aber leider
dadurch auch die Anzahl der emittierten Elektronen reduziert. Moderne G3-Röhren
spielen ihren Vorteil gegenüber der 2.Generation vor allem in 'Low-Light-Level'-Situationen
(z.B. bewaldete Regionen) aus. Der Arbeitsbereich der 3.Generation liegt zwischen
780 und 920 nm Wellenlänge.
Westliche
Bildverstärkerröhren dieser Generation unterliegen bislang strikt
der Ausfuhrgenehmigung und können i.d.R.
nur an die Behörden befreundeter (NATO-) Staaten geliefert werden. Dabei
hat sich die Industrie mit dem State Department auf einen Maximalwert
von 1600 (sog. 'Figure
Of Merit' - 'FOM'), dem jeweiligen Produkt
aus Auflösung und Rauschverhalten
(S/N) für eine exportierbare Röhre geeinigt. Aufgrund der mittlerweile
langen Entwicklungsgeschichte der 3.Generation gibt es diese Röhren für
Zivilisten nur auf dem US-Binnenmarkt. Qualitäts-Kriterium ist hierbei
der entsprechende offizielle Liefervertrag der US-Regierung (OMNIBUS,
ONMI I, II, III, IV, V, VI).
'4.
Generation', bzw Folgende
Es
werden z.Z. die US-Streitkräfte teilweise mit sog.'filmless'
bzw. 'thin filmed' Röhren
im Rahmen des OMNI V & VI Vertrages ausgerüstet, welche im tiefen
IR-Bereich sehr empfindlich sind. Bei diesen Röhren wird der angesprochene
Schutzfilm stark reduziert (bzw. weggelassen) und die Stromversorgung sehr
kurz getaktet ('gated', 'autogated')
um die bis zu 15.000 h Lebensdauer der Beschichtung zu garantieren, bzw. gegen
starken Lichteinfall besser zu schützen. Obwohl nocheinmal eine deutliche
Leistungssteigerung damit zu verzeichnen ist und die Hersteller natürlich
den Markt im Auge haben ist es (noch) nicht ganz sicher, ob diese Bildverstärker
nun offiziell die 4.Generation darstellen. Technologisch
gesehen wäre der Begriff '4.Generation' anscheined gerechtfertigt. Eine
Weitergabe auch an Insitutionen befreundeter Staaten ist derzeit sehr unwahrscheinlich.
Die neuesten europäischen 'autogated'-Röhren (z.B. DEP XR5,
Photonis XH 72) scheinen jedoch in der Praxis
den großen Vorteil zu haben, daß sie sogar am Tage problemlos
zu betreiben sind und wegen ihrer Photokathoden-Beschichtung keine so großen
Halos um Lichtquellen zeichnen. Während diese Röhren in den Meßwerten
Auflösung derzeit etwas besser als die US-Konkurrenz abschneiden, ist
ihre Überlegenheit in Sachen Aufhellung fraglich.
Zukunftsträchtig
für die neuen Generationen von Nachtsichtgeräten wird neben der
Einspiegelung von Daten auch die Vergrößerung
des Blickfeldes, Verringerung der Bautiefe von Nachtsichtbrillen (Hebelarm)
und die Kombination (bzw. Überlagerung)
von NV und Wärmebildgeräten sein. Jedoch
auch die Beschichtungstechnologie ist noch nicht am Ende ihrer Möglichkeiten:
Gegenwärtig wird mit Schichten aus lichtempfindlichen Nanopartikeln
in Richtung kleiner, besser, billiger erfolgsversprechend experimentiert.
Vergleichbare CCD-Systeme sind derzeit aber noch
nicht ganz in der Lage die klassischen Vakuumröhren zu ersetzen. Man
darf aber sicher sein, daß schon einige interessante Prototypen bei
den Herstellern oder Regierungsstellen derzeit unter Verschluß liegen
und entsprechend getestet werden.

0.Gen
(750-950nm): Breiter
Arbeitsbereich vom nahen, bis in den tiefen IR-Bereich - technisch aber leider
sehr wenig Verstärkung

1.Gen
(750-800nm):
Arbeitsbereich liegt noch zum Teil im sichtbaren Frequenzbereich und reicht
wenig ins IR-Spektrum

2.Gen
(780-850nm):
Wesentlich mehr IR-Energie aus diesem Bereich wird genutzt - weiter weg vom
sichtbaren Spektrum

3.Gen
(780-920nm):
Ausnutzung bis in den tiefen IR-Bereich hinein - es steht deutlich mehr IR-Licht
zur Verfügung